Tai Chi Geschichte


Tai Chi allgemein

 

Der Sage nach geht Tai Chi Chuan, das wörtlich soviel wie Fausttechnik mit Hilfe der grenzenlosen Energie Qi heißt, auf den taoistischen Mönch Chang San Feng aus dem

12.Jahrhundert zurück.

 

Chang San Feng war Meister der äußeren Kampfkünste und unterrichtete die kaiserliche Leibwache; doch als er den Kampf einer Schlange mit einem Raubvogel beobachtete, erkannte er, dass der kräftige Raubvogel die Schlange nicht besiegen konnte: zu rund und fließend waren ihre Bewegungen.

 

Er entwickelte nach diesem Prinzip den weichen Kampfstil des Tai Chi, der zu den inneren Kampfkünsten gezählt wird. Anfangs war Tai Chi also als eine Selbstverteidigungstechnik gedacht, die auf Energie basierte und nicht auf Muskulatur. Dabei geht und ging es darum, den Angriff des Gegners (yang) nicht mit Gewalt (yang) zu brechen oder zu blockieren, sondern abzuleiten (yin), bedingt nachzugeben, beziehungsweise den Angriff zu transformieren.

 

Heute wird Tai Chi vorwiegend zur Gesundheitspflege und zur Entspannung geübt. Es stärkt nachweislich die körpereigene Energie, die Durchblutung, die Organfunktionen und die Tiefenatmung. Tai Chi ist eine Choreografie (Form) von aneinander gereihten Figuren, die auch Bilder genannt werden. Eine entspannte, aufrechte Haltung, möglichst lockere Gelenke und die Atmung frei fließen zu lassen, das sind die wesentlichen Aspekte des Tai Chi.